Ratgeber: So schön sie auch scheinen…

In der Adventszeit brennen in Deutschland rund 19,5 Milliarden Lämpchen. In der Adventszeit brennen in Deutschland rund 19,5 Milliarden Lämpchen.

Auch wer sich das ganze Jahr über darauf achtet, effiziente technische Geräte zu kaufen und stromsparend zu leben, macht während der Weihnachtszeit manchmal eine kleine Ausnahme. Doch das muss nicht sein.

Für viele gehört nebst Glühwein und Geschenken auch die Weihnachtsbeleuchtung zur Adventszeit fest dazu. Nicht nur Städte und Dörfer liefern sich fast schon einen Wettkampf um die schönste Beleuchtung, auch private Haushalte ziehen mit. Doch Lichterketten verbrauchen eine Menge Energie.

Teuer und schädlich – aber schön

In der Adventszeit brennen in Deutschland rund 19,5 Milliarden Lämpchen – etwa sechs Lichterketten pro Haushalt. Dies führt zu einem zusätzlichen Stromverbrauch von rund 623 Millionen Kilowattstunden.
In der Schweiz sind Lichterketten für rund 2% des Energieverbrauchs im Monat Dezember verantwortlich. Eine kleine Zahl, welche in einem einzelnen Haushalt jedoch ihre Wirkung zeigen kann. Eine hohe Stromrechnung als After-Weihnachtsgeschenk kann jedoch vermieden werden:

Keine Batterien

Batteriebetriebene Weihnachtsbeleuchtung sollte unbedingt vermieden werden. Da der Strom einer Lichterkette mit Batterie rund 300-mal teurer ist als der Strom aus der Steckdose, empfiehlt sich eine Beleuchtung mit Kabel. Auch Akkus sind keine bessere Option. Ausserdem fällt bei Beleuchtungen mit Batterien Abfall an, da diese aufgrund der kurzen Brenndauer während der Weihnachtszeit mehrmals ersetzt werden müssen.

LED

Im Vergleich zu Glüh- oder Halogenlampen verbrauchen LED-Lichterketten nur etwa ein Zehntel des Stroms. Ausserdem leben qualitativ hochwertige LED-Lichterketten bis zu 100-mal länger als ihre Vorgänger. Ein Umstieg auf LED-Beleuchtung zahlt sich daher sowohl im Portemonnaie als auch für das Klima aus. Eine noch bessere Alternative für den Garten sind ausserdem solarbetriebene Lichterketten.
Wie stromsparend eine Beleuchtung ist, kann anhand des EU-Energielabels beurteilt werden. Die effizientesten Geräte sind mit «A» markiert.

Zeitschaltuhr

Eine durchschnittlich lange Lichterkette mit Glühbirnen verursacht im Dauerbetrieb rund 56 Kilogramm CO2 während der Weihnachtszeit. Es ist daher wichtig, dass die Beleuchtung nur dann eingeschaltet ist, wenn sie auch gesehen wird. Mit Hilfe einer einfachen Zeitschaltuhr geht das andauernde Ein- und Ausschalten auch nicht vergessen. Tagsüber und spät nachts kann der Strom somit eingespart werden.

Weniger ist mehr! Auch wenn Weihnachten ist

Auch wenn die leuchtenden Ketten und farbigen Sterne und Figuren noch so schön sind, auch während der Weihnachtszeit darf man ressourcenschonend denken. Vielleicht reicht ja auch eine Laterne mit Kerze vor dem Hauseingang…

 

Quellen und weitere Informationen:
WWZ: Nachhaltige Weihnachtsbeleuchtung

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Kommentare (1) anzeigenausblenden 

0 #Uwe Scheibler2021-12-06 16:03
Was bei solchen Beleuchtungen nicht vergessen werden sollte: Die Belreuchtungsenergie ist mit LED zwar deutlich kleiner als bei der früheren Technologie. Aber erstens sind der Umfang der Beleuchtungen massiv angestiegen und zweitens kostet die Herstellung und die Entsorgung der entsprechenden Equipments sehr viel mehr Energie und dazu wird noch viel an teilweise kritischenRessourcen verbraucht.
Der Tipp am Schluss des Artikels ist also gleich doppelt sinnvoll!
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