Die 5 häufigsten Fehler und Versäumnisse bei der Hausplanung

Ein Eigenheim will gründlich geplant sein Ein Eigenheim will gründlich geplant sein

Der Hausbau ist ein Mammutprojekt und verlangt in allen Bauphasen eine gut durchdachte Planung. Im Folgenden gehen wir darauf ein, welche Fehler bei der nachhaltigen Hausplanung zu vermeiden sind.

Die Hausplanung ist heutzutage ein Mammutprojekt für all diejenigen, die vom Eigenheim träumen. Von der Planung bis zur Schlüsselübergabe passieren unzählige Dinge, die man nicht immer selbst in der Hand hat. Eine Sache, die man aber selbst beeinflussen kann, ist die Planung.

Oft gemachte Fehler

Es gilt, die verschiedenen Bauphasen genau zu planen, um teure Planungsänderungen vermeiden zu können. Finanzierung, Zeitplan, Grundstück, Art des Hauses und involvierte Bauunternehmen sind Aspekte, die bereits vor Baubeginn fixiert werden sollten. Auch lohnt es sich, ein Haus für die Zukunft zu bauen und hinsichtlich der Energieversorgung des Gebäudes in erneuerbare Energien zu investieren.

1. Grundstück auswählen

Ganztägiger Sonnenschein, mitten im Grünen und doch gut angebunden, ausgezeichnete Versorgung und weit weg von Autobahnen oder Industrie – so in etwa wäre das ideale Grundstück gelegen. Es ist einerseits eine Frage der Ansprüche und andererseits eine finanzielle Frage, ob man auf all die Faktoren, die die Grundstücksauswahl beeinflussen, besteht, oder in manchen Bereichen etwas zurückstecken kann.

Allerdings gibt es Aspekte, die im Grunde unverhandelbar sind:

1.       Lage zur Sonne (Himmelsrichtung)
2.       Neigung des Grundstücks
3.       Trockenheit & Festigkeit des Untergrunds
4.       Anbindung an die Strasse
5.      Altlasten

2. Energieeffizient und nachhaltig denken

Nachhaltiges Bauen und Versorgung durch erneuerbare Energien sollten im Zuge der Hausplanung wie zwei Seiten derselben Medaille behandelt werden, denn gebaut werden soll für die nächsten Jahrzehnte.

Im Zusammenhang mit dem Baugrund sei auch erwähnt, dass die Lage für die Energieeffizienz eines Hauses entscheidend ist. Einerseits muss bei wenig direkter Sonneneinstrahlung länger und auch intensiver geheizt werden. Andererseits ist eben die Intensität der Sonnenenergie für die Installation einer Photovoltaikanlage das Um und Auf.

Es lohnt sich, die für die Grundstückslage ideale Dachneigung zu berechnen, damit die Anlage die bestmögliche Ausbeute an Energie liefern kann und die Energieversorgung nicht von fossilen Brennstoffen abhängig ist.

Für die jeweilige Region muss die geeignete Dachneigung bestimmt werden. © Elbemetall

Für die jeweilige Region muss die geeignete Dachneigung bestimmt werden. © Elbemetall

3. Profis hinzuziehen

Man kennt in der Regel immer Menschen, die bereits ein Haus gebaut haben bzw. sich um die Planung kümmern mussten. Nun entspricht deren Wissen aber selten dem neuesten Stand der Dinge und ist von den individuellen Vorstellungen der gefragten Personen geprägt.

Auf professionelle Beratung zu verzichten kann zu massiven Fehlern in der Planung führen und auch rechtliche Komplikationen mit sich bringen. Profis sollten also nicht erst beim eigentlichen Bau konsultiert werden, sondern schon im Zuge der Planung. Das kostet zwar mehr als die Tipps von Verwandten und Freunden, dieses Geld würde sonst aber unter Umständen in die Fehlerbehebung fliessen.

4. Zuschüsse kennen und Reserven schaffen

Man muss bei einem Bauprojekt viel bedenken. Es ist für Laien schlicht nicht möglich, alles im Blick zu behalten. Zum vorherigen Aspekt – Profis hinzuziehen – gehört noch der Hinweis, dass man von der geeigneten Fachberatung zur Baufinanzierung auch Informationen zu Zuschüssen und Förderungen erhält, von denen man gar nicht wusste, dass man sie beantragen kann.

Was die Finanzierung angeht, so sollte vor Baubeginn die Geldfrage umfassend geklärt sein. Dazu gehört das Eigenkapital und der Kredit der Bank – diese zwei Geldquellen müssen das Unterfangen bezahlen können. Auch sorgt es für Entspannung, stets auf Reserven zugreifen zu können – so können etwaige, trotz detaillierter Planung nicht einkalkulierte Dinge gedeckt werden.

5. Versicherungen bedenken

Ein Bauprojekt will gut abgesichert werden – nicht erst, wenn das fertige Haus steht. Die sogenannte Bauwesenversicherung samt Bauherrenhaftpflichtversicherung schützt einerseits den Rohbau vor Schäden, die beim Bau passieren, sowie Elementarereignissen und Beschädigung Dritter. Weiters schützt die Haftpflicht für Bauherren diese vor Haftungsansprüchen Dritter aufgrund von Schäden und Unfällen, die durch die Baustelle passiert sind.

Das Abschliessen einer solchen Versicherung sollte Gegenstand der Bauplanung sein. Es lohnt sich, genauer hinzusehen und die Police genau zu studieren, um das eigene Projekt noch vor Baubeginn mit der geeigneten Versicherung abzusichern.

Fazit: Beratung ist das Um und Auf

In der Regel ist der Hausbau ein Unterfangen, das nur einmal im Leben ansteht und das Leben dann über Jahrzehnte massgeblich beeinflusst. Somit ist die Planung ein Faktor, der nie vernachlässigt werden sollte. Da die Vorstellung vom (Traum-)Haus etwas Individuelles ist, lohnt es sich auch nicht, Entscheidungen basierend auf Erfahrungsberichten von Freunden und Verwandten zu treffen. Bei allen Faktoren – Finanzierung, Planung, Absicherung – sollte Expertenwissen hinzugezogen werden.

 

Quellen und weitere Informationen:
https://www.mobiliar.ch/versicherungen-und-vorsorge/angebote-fuer-unternehmen/bau-und-gebaeude/bauversicherung
https://www.zurich.de/de-de/pk/haus-wohnen/bauleistungsversicherung
https://www.hausbauberater.de/fehler-beim-hausbau

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