Mit dem Wind in die Zukunft

Für Windparks sollten keine unverbauten Flächen genutzt werden. Für Windparks sollten keine unverbauten Flächen genutzt werden.

Heute ist Global Wind Day. Wir erklären weshalb wir Wind brauchen und wie er das Klima schützt.

Wind ist eine essentielle Kraft auf unserem Planeten, ohne welche die Atmosphäre völlig aus dem Gleichgewicht fallen würde. Wind gleicht den Druckunterschied zwischen warmer und kalter Luft aus. Wind ist ausserdem eine äusserst ergiebige Energiequelle. Besonders in flachen, am Meer gelegenen Gebieten bietet Windenergie ein gewaltiges Potenzial. Aber auch in der gebirgigen Schweiz könnte noch viel mehr Windenergie genutzt werden. Der Einbezug der erneuerbaren Windenergie ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Energiewende.

Essentiell zur Abdeckung des Winterstroms

Von besonderer Bedeutung ist Wind für den Winterstrom, denn 66% der Windenergie wird im Winter produziert. Sie kann so als Ersatz für Sonnenenergie fungieren, die während des Winterhalbjahrs deutlich weniger ergiebig ist (Verhältnis 70:30).

Zurzeit stammen lediglich 1% des Schweizer Stroms aus Windenergieanlagen. Bis 2035 sollen 1.2 TWh/a Windstrom mittels Windkraftwerken produziert werden. Unter Berücksichtigung des Natur, Kultur- und Landschaftsschutzes läge das Potential bei rund 10 Terrawattstunden. Es gäbe also noch viel Luft nach oben. Ideale Gebiete für Windkraftwerke liegen im Jura, in den Voralpen und in den Alpentälern.

Ergänzend – oder alternativ – zu den Flächen im öffentlichen Raum können auch Privatdächer für Windanlagen genutzt werden. Diese eignen sich gut zur Kombination mit Solaranlagen, da sie im Gegensatz zu diesen vor allem Winterstrom liefern.

An welchem dieser beiden Standorte der Ausbau der Windenergie schwerpunktmässig vorangetrieben werden sollte, wird noch Gegenstand der öffentlichen Diskussion bleiben. Wichtig ist es ausserdem, bei der Standortwahl Lebensräume von Vögeln und Fledermäusen miteinzubeziehen. In Deutschland sterben jährlich rund 250‘000 Fledermäuse an Windkraftanlagen – sie können vermutlich die sich bewegenden Rotorblätter mit ihrem Ortungssystem nicht erfassen. Eine Alternative zu den herkömmlichen Windkraftwerken könnte hier eine Lösung schaffen: Vertikal drehende Windräder sind weniger gefährlich für die Tiere. Aber auch herkömmliche Windräder können etwas „sicherer“ gemacht werden, indem ein Rotorblatt schwarz gefärbt wird und so Vögeln als Kontrollpunkt dient

 

 

Quellen und weitere Informationen:
klein-windkraftanlagen
suisse-éole.ch
Artenschutz: Windenergie und Vögel

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