Biber vs. Bauer

Ein Bieberdamm mit über einem Meter höhe. Ein Bieberdamm mit über einem Meter höhe.

Im bernischen Örtchen Bibera schwelt ein Nutzungskonflikt zwischen Bauern und Bibern. Etwa alle 3 Monate werden im Bach Bibera die Biberdämme zerstört, damit das Wasser ungehindert fliessen kann. Da die Felder direkt an den Bach angrenzen, gibt es keine Pufferzone, die das überschüssige Wasser auffangen könnte.

Die Biberpopulation in der Schweiz hat sich - nachdem das Tier im 19. Jahrhundert fast vollständig ausgerottet wurde - wieder stabilisiert und der putzige Nager ist auf dem Vormarsch. Seine rege Bautätigkeit ist vielen Fliessgewässeranrainern, meist sind dies Bauern, ein Dorn im Auge. Da Bäche und Flüsse vielerorts kanalisiert wurden, um zusätzliches Kulturland zu schaffen, ist jede "Störung" des Gewässerlaufes gleichbedeutend mit Überschwemmung. Auch die Uferpfade werden oft in Mitleidenschaft gezogen, unterspült und weggerissen.
Anstatt jedoch in regelmässigen (und kostspieligen) Aktionen Biberdämme zu zerstören, fordern Verwaltungsvertreter die Schaffung einer ca. 10-15 Meter breiten Uferzone. Damit wäre das Überschwemmungproblem gelöst, die Biber könnten ungehindert Dämme bauen und das Gewässer erführe eine ökologische Aufwertung. Die ansässigen Bauern wehren sich jedoch dagegen, obwohl ihnen ihr Kulturlandverlust über bundesstaatliche Direktzahlungen abgegolten würde.

Kommentar schreiben

Die Kommentare werden vor dem Aufschalten von unseren Administratoren geprüft. Es kann deshalb zu Verzögerungen kommen. Die Aufschaltung kann nach nachstehenden Kriterien auch verweigert werden:

Ehrverletzung/Beleidigung: Um einen angenehmen, sachlichen und fairen Umgang miteinander zu gewährleisten, publizieren wir keine Beiträge, die sich im Ton vergreifen. Dazu gehören die Verwendung von polemischen und beleidigenden Ausdrücken ebenso wie persönliche Angriffe auf andere Diskussionsteilnehmer.

Rassismus/Sexismus: Es ist nicht erlaubt, Inhalte zu verbreiten, die unter die Schweizerische Rassismusstrafnorm fallen und Personen aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Kultur oder Geschlecht herabsetzen oder zu Hass aufrufen. Diskriminierende Äusserungen werden nicht publiziert.
Verleumdung: Wir dulden keine Verleumdungen gegen einzelne Personen oder Unternehmen.

Vulgarität: Wir publizieren keine Kommentare, die Fluchwörter enthalten oder vulgär sind.

Werbung: Eigenwerbung, Reklame für kommerzielle Produkte oder politische Propaganda haben keinen Platz in Onlinekommentaren.

Logo von umweltnetz-schweiz

umweltnetz-schweiz.ch

Forum für umweltbewusste Menschen

Informationen aus den Bereichen Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Das wirkungsvolle Umweltportal.

Redaktion

Stiftung Umweltinformation Schweiz
Eichwaldstrasse 35
6005 Luzern
Telefon 041 240 57 57
E-Mail redaktion@umweltnetz-schweiz.ch

Social Media

×

Newsletter Anmeldung

Bleiben Sie auf dem neusten Stand und melden Sie sich bei unserem Newsletter an.