Die Umwelt kennt keine Landesgrenzen

Auch lokale Umweltverschmutzung betrifft schnell den ganzen Planeten Auch lokale Umweltverschmutzung betrifft schnell den ganzen Planeten

Am 5. Juni war Weltumwelttag. Seit dem ersten Weltumwelttag vor 49 Jahren hat sich viel getan – aber längst nicht genug.

 Dieses Jahr fand der Weltumwelttag unter dem Motto „Only one earth“ stand. Die Umweltorganisation der Vereinten Nationen rief zum gemeinsamen Einsatz für ein „nachhaltiges Leben in Harmonie mit der Natur“ auf.
Der Weltumwelttag geht auf die Stockholm-Konferenz im Jahr 1972 zurück, die wie der diesjährige Weltumwelttag unter dem Motto „Only one earth“ stattfand. Die Konferenz, die vor genau 50 Jahren stattfand, war ein Meilenstein für den globalen Umweltschutz. Neben dem Weltumwelttag wurde dort auch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ins Leben gerufen.

Mikroplastik findet sich bis in die Arktis

Dass die Umwelt nicht aus abgetrennten geschlossenen Systemen besteht, sondern ein einziges miteinander verbundenes Ganzes darstellt, wird beim Blick auf verschiedene Umweltprobleme deutlich. Nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Verschmutzung der Umwelt durch verschiedene Abfallstoffe belegen diese Vernetzung des ganzen Planeten: One Earth. Umweltschadstoffe finden ihren Weg oftmals in alle Umweltkompartimente und an alle Orte auf dem Globus. So etwa der Plastik. Dieser wird nicht komplett abgebaut, sondern zerfällt in viele kleine Stücke – Mikroplastik entsteht. Eine Quelle von Mikroplastik sind Autoreifen. Bei der Reibung zwischen dem Reifen und dem Strassenbelag werden winzige Plastikteilchen abgerieben. Diese gelangen mit dem Regen in den Boden, in die Kanalisation und daraufhin in den Wasserkreislauf. Mikroplastik kann sich gar über Schnee und Regen verteilen: Forschende des Alfred Wegener Instituts fanden 2019 Mikroplastik in Schneeproben an entlegenen Orten wie den Alpen oder in der Arktis. Demnach verteilt sich Mikroplastik auch über die Luft; mit dem Wind kann er über mehrere tausend Kilometer verfrachtet werden und so ebenfalls in weitgehend unberührte Ökosysteme gelangen.

Umweltschutz erfordert entschiedenes Handeln

Die grossräumigen Konsequenzen von Umweltbelastungen erfordern länderübergreifende Massnahmen. Die Gründung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen im Jahr 1972 war deshalb ein wichtiger Schritt. Dadurch konnten auch Länder, die zuvor den Umweltschutz aussen vor liessen, davon überzeugt werden, Massnahmen zum Schutz der Umwelt umzusetzen. Zudem wuchs durch internationale Organisationen der Druck auf Mitgliedstaaten, auch beim Schutz von allgemeinen Umweltgütern wie dem Meer und dem Klima, aktiv zu werden. Dadurch konnte der Überbeanspruchung von Allgemeingütern, wenn auch längst nicht ausreichend, ein Riegel vorgeschoben werden.

Trotz der UNEP und zahlreichen internationalen Abkommen ist es jedoch bis heute nicht gelungen, den Artenverlust oder den Klimawandel zu bremsen. Die internationalen Bestrebungen haben viel dazu beigetragen, einen noch grösseren Schaden zu verhindern. Die Probleme sind aber noch längst nicht gelöst. Um die Umweltprobleme effektiv zu adressieren, müssen wir mutige Schritte gehen und noch stärker zusammenarbeiten.

 

Quellen und weitere Informationen:
World Environment Day
Alfred Wegener Institut: Mikroplastik rieselt mit Schnee
Fakten zu Mikroplastik

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