"In die Stadt ohne mein Auto"

Innenstädte werden zunehmend "autofreier" - permanent oder aber einfach zeitweise Innenstädte werden zunehmend "autofreier" - permanent oder aber einfach zeitweise

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Die Idee von zeitweise autofreien Strassen ist keine Neue.

Seit dem Jahr 2002 findet vom 16. September bis 22. September die Europäische Mobilitätswoche statt. Inspiriert war sie von der Aktion „In die Stadt ohne mein Auto“, die das erste Mal am 22. September 1998 in französischen Städten stattfand. Ab dem Jahr 2000 führten auch Schweizer Ortschaften jeweils am 22. September einen autofreien Tag durch. Dieser und ähnliche Aktionstage wurden mehr und mehr durch die Europäische Mobilitätswoche ersetzt, während der die Städte dazu aufgerufen werden, ihren Bewohnern die nachhaltige Mobilität näherzubringen.
Zahlreiche europäische Ortschaften führten im Rahmen dieser Woche Aktionen durch: So waren sämtliche Strassen und Plätze der Stadt Paris am Sonntag, dem 18. September, zwischen 11 und 18 Uhr autofrei. Besonders rege war die Teilnahme an der Mobilitätswoche in den Ländern Österreich, Spanien und Türkei. Hier waren je ca. 500 Ortschaften Teil der Aktion. In der Schweiz hat beispielsweise die Stadt Basel die Aktionswoche genutzt, um auf die Vorteile von nachhaltigen Verkehrsmitteln aufmerksam zu machen: Auf dem Barfüsserplatz stellten über 30 Anbieter nachhaltige Mobilitätsformen vor. So konnten die Besucherinnen und Besucher eine moderne Kutsche besteigen oder eine Runde mit einem Bambus-Fahrrad drehen.

Am 22. September, dem früheren Aktionstag „In die Stadt ohne mein Auto“ findet in diesem Jahr unseres Wissens in keiner Schweizer Ortschaft ein autofreier Tag statt. Dennoch gibt es das ganze Jahr über immer wieder Tage, an denen Strassen für den Autoverkehr gesperrt werden. So etwa an den slowUps, die jedes Jahr in verschiedenen Regionen der Schweiz stattfinden. Dabei werden rund 30 Kilometer Strasse für den motorisierten Verkehr gesperrt. Stattdessen steht dieser Platz dann Velofahrerinnen und Inlineskatern zur Verfügung.
Am 25. September 2022 findet in Winterthur der erste „autofreie Sonntag“ statt; ein Anlass, der dort von nun an viermal im Jahr begangen werden soll. Dabei sollen abwechselnd verschiedene Hauptachsen und Quartiere in der Stadt frei von Autos sein. Auch im Klöntal, im Kanton Glarus, soll der Zugang für den Autoverkehr an gewissen Tagen eingeschränkt werden. Einige Strassen in den Städten Bern und Zürich sind zeitweise bereits autofrei.

Autofreie Sonntage sind keinesfalls eine neue Idee. Im Jahr 1973 verbot der Bundesrat an drei Sonntagen das Autofahren. Grund war damals der Jom-Kippur-Krieg. Mit dem Ukrainekrieg und der möglichen Energiemangellage bekam die Idee, einen schweizweiten autofreien Tag einzuführen, wieder Aufwind: So forderte im letzten Mai die Basler Kantonsrätin Florence Brenzikofer die Einführung von vier autofreien Sonntagen pro Jahr. Im Jahr 2003 wurde eine Initiative mit genau diesem Anliegen schon einmal abgelehnt. Auch heute steht der Bundesrat der Idee kritisch gegenüber: Diese sei zwar „sympathisch“, aber schwierig umzusetzen. Die Behandlung der Motion im Nationalrat ist noch ausstehend. 

Quellen und weitere Informationen:
basel-unterwegs.ch: Mobilitätswoche Basel 2022
slowUp
EUROPEAN MOBILITY WEEK
parlament.ch: Autofreie Sonntage


 

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